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Fahrzeug-Sicherheitstraining
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: ADAC ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover-Messe
Optimale technische Voraussetzungen garantieren Sicherheitstrainings, bei denen die Gefahren des (Straßenverkehrs-)Alltags bestmöglich simuliert werden. Ob Eis oder Schnee, Aquaplaning und plötzlich auftretende Hindernisse in Form von Wasserfontänen: Auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen lernen die Teilnehmer sowohl ihr Fahrzeug als auch Extremsituationen sicher zu beherrschen. Zielgruppe des Fahrsicherheitszentrums sind Kraftfahrer aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern, also beispielsweise bis Göttingen, Helmstedt, Harz und Heide oder Osnabrück.
Aktive Sicherheit mit hohem Spaßfaktor
Der ADAC sieht Verkehrssicherheit als eine seiner Kernaufgaben. Dazu gehört auch das Sicherheitstraining in all seinen Spielarten, für das bundesweit und flächendeckend optimale Voraussetzungen geschaffen werden sollen. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um trockene Schulungskurse. Sicherheitstrainings sind heute moderne Events mit hohem Nutzwert für die eigene Sicherheit und die der übrigen Verkehrsteilnehmer.
Erstes Lernziel des Sicherheitstrainings ist es, kritische Situationen aus dem alltäglichen Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen sowie ihnen praktisch aus dem Weg zu fahren. Die modernen Trainingsanlagen vermitteln dabei aktive Sicherheit mit einem hohen Spaßfaktor. In Theorie und Praxis wird vermittelt, wie man Gefahren meistert, die trotz aller Aufmerksamkeit auftreten. Dabei zeigen die Moderatoren den Teilnehmern physikalische, technische und persönliche Grenzen auf, so dass diese die Verkehrssicherheit im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“. Die Fahrmanöver, die trainiert werden, können im Notfall sogar Leben retten. Wie weicht man vor einem plötzlich auftretenden Hindernis aus? Was tun, wenn das Auto plötzlich ins Schleudern kommt? Diese und andere Fragen werden anhand von verschiedenen Übungen beantwortet. Zum Kursprogramm gehören u. a. richtiges Bremsen in der Kurve und auf einem Gleitstreifen, Bremsen und Lenken vor einem Hindernis sowie das Abfangen eines ausbrechenden Autos. Dabei stehen bis zu 40 Trainer zur Verfügung, die nach den strengen Qualitätsrichtlinien des ADAC ausgebildet wurden.
Informationen und Buchung
Die Preise für ein Pkw-Training liegen zwischen 84 € (Kompakttraining für ADAC-Mitglieder) und 329 € (2 Tage Perfektionstraining für Nichtmitglieder). Motorradfahrer zahlen zwischen 129 € (1 Tag Einsteigertraining für ADAC-Mitglieder) und 329 € (2 Tage Intensivtraining für Nichtmitglieder). Auch Geschenkgutscheine sind erhältlich. Informationen gibt es unter der Hotline 0 180 5 665006 oder unter www.fsz-hannover.de.
Ein Sicherheitstraining kann sich übrigens auch für den Geldbeutel lohnen, einige Kfz-Versicherungen gewähren Rabatte für Absolventen eines Trainings. Darüber hinaus gibt es Zuschüsse von vielen Berufsgenossenschaften für die Teilnahme an einem der Kurse.
Im Überblick: Das Kursangebot
Mit ihrem über 17 Hektar großen Fahrsicherheitszentrum erhöhen der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und die Deutsche Messe AG die Sicherheit auf den Straßen. Alle Fahrzeugtypen und fahrerischen Anforderungen werden berücksichtigt, denn für die unterschiedlichsten Fahrzeugtypen stehen entsprechende Trainingsstrecken bereit. Auf den elf so genannten Modulen bietet das Fahrsicherheitszentrum verschiedene Trainingsprogramme an.
Pkw
Ob Gelegenheits- oder Vielfahrer: Das ADAC Pkw-Training bietet ausschließlich zertifizierte Kurse an. Kompakt-, Basis-, Intensiv- und Perfektionstrainings stehen zur Auswahl. Auf der Kreisbahn mit Kurvengleitfläche steht sicheres Lenken und Ausweichen auf dem Programm, zum Beispiel in einer 90-Grad-Kurve. Automatisch verschiebbare Hydraulikplatten und Gleitflächen sind der ultimative Test für Reaktion und Koordination. Auf der Betonebene werden Fahrmanöver für den Ernstfall geübt, Bremsübungen und Ausweichmanöver realitätsnah erprobt. Die Fahrsicherheitsprogramme (speziell auch für Behinderte und Jugendliche) zeigen, wie Risiken vermieden werden können und richtig reagiert wird. Von der Notbremsung bis zum Beherrschen von Aquaplaning. Einzigartig im Norden Deutschlands ist das Trainings-Angebot für Fahrer der Mobilen Einsatzkommandos (MEK) sowie der Sonder-Einsatzkommandos (SEK) der Polizei.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: ADAC Lkw
Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover-Messe bietet speziell für die Dimensionen von Lkw, Kleinlastern und Omnibussen perfekte Trainingbedingungen. Eine in Norddeutschland einmalige 80-Meter-Kreisbahn mit Kurvengleitfläche, die Gleitfläche mit Hydraulikplatte und das Dynamikmodul sind speziell für die "Großformate" gebaut. Hier werden Unter- und Übersteuern bei Kurvenfahrten genauso trainiert, wie Bremsen und Ausweichen auf unterschiedlichsten Belägen. Wasserhindernisse dienen dem Training von Ausweichmanövern. Gleitflächen und ein Aquaplaning-Becken mit variabel einstellbarer Wasserhöhe simulieren das gefährliche Aufschwimmen der Fahrzeuge. In Kombination mit einer Hydraulikplatte lernen Fahrerinnen und Fahrer ihr ausbrechendes Gefährt wieder in den Griff zu bekommen. Besonderes Augenmerk wird auf die Schulung von Fahrern gelegt, die mit Kleintransportern oder Bussen unterwegs sind. Die tragischen Unfälle in letzter Zeit zeigen, dass hier ein großer Bedarf besteht.
Blaulicht-Training
Auch an Fahrer von Sonderfahrzeugen wie Rettungsdienste, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Notärzte ist gedacht. Im Fahrsicherheitszentrum erlernen die Helfer professionelle Fahrtechniken und entwickeln besondere Aufmerksamkeit für Verkehrsgefahren. Angeboten werden separate Kursvarianten für Pkw- und Lkw-Fahrer, die speziell für die extremen Bedingungen im Notfalleinsatz entwickelt wurden.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: ADAC Geländewagen
Testen, was das eigene Fahrzeug kann, und den Wagen endlich einmal im Gelände bewegen. Auf dem Off-Road-Gelände bieten sich für „richtige“ Geländewagen oder Sport Utility Vehicles (SUV) verschiedene Sequenzen, die Mensch und Maschine herausfordern. Die eigenen Fähigkeiten können auf dem „Kamelbuckel“, der Verwindungsbahn, dem Querneigungshügel oder dem Hügel mit integriertem Wasserfall erprobt und verbessert werden. Off-Road-Feeling in sicherer Umgebung auf verschiedenen Untergründen, in Steigung und Gefälle.
Motorräder
Auf der in Teilbereichen bewässerten Multifunktionsfläche lässt sich die Sicherheit auf zwei Rädern trainieren. Die Teilnehmer lernen, welche Reserven sie bei Ausweichmanövern haben. Sie schulen ihre Blick- und Lenktechnik im Slalom-Parcours, verfeinern ihr Balancegefühl und üben die richtige Dosierung für Vorder- und Hinterradbremse. Eine Besonderheit ist die in Norddeutschland einmalige Motorrad-Dynamikplatte. Hier lässt sich das Ausbrechen des Hinterrades simulieren und damit die Reaktion schulen.
In den eintägigen Basis-Kursen für Einsteiger bis hin zum zweitägigen Intensivtraining für Biker lernen sie alles, um kritische Situationen zu meistern. Alle Kursangebote gelten natürlich auch für Rollerfahrer. Beim Kompakt-Training „Fit in die Saison“ geht es um das Blickverhalten und die Lenkimpulstechnik im Slalomparcours sowie die Koordination und richtige Dosierung von Vorder- und Hinterradbremse. Auf Anfrage werden spezielle Fahrtrainings exklusiv für Frauen, die beim Training lieber unter sich bleiben wollen, angeboten. Ebenfalls optional: Das Intensivtraining mit gemeinsamer Ausfahrt, um die richtige Fahrlinie zu perfektionieren, die Verständigung in der Gruppe zu lernen und Pannensituationen zu meistern.
Caravan und Wohnmobil-Kurse
Fahrer von Wohnmobilen und Gespann-Lenker können auf Anfrage das Bremsen in allen Varianten, Kurvenfahrten und das Ausweichen üben – und damit das Gespür für die extremen Fahrzeugabmessungen verfeinern. Zum Kursinhalt gehören die Slalomfahrt mit Anhänger und das Durchfahren des Handlingparcours mit Steigungs- und Gefällestrecke.
Für alle Fahrzeuge
Die für alle Fahrzeuge geeignete Gefällestrecke mit Gleitfläche kombiniert verschiedene Trainingssituationen. Bergab fahren und Bremsen mit Ausweichmanövern in einer 180 Grad-Kurve. Die Kurvengleitfläche bietet den Reibungswiderstand einer festgefahrenen Schneedecke.
Weitere Informationen
Quellenangabe:
Fritz Beindorff
