Ausgedruckt von http://www.hannover.city-map.de/city/db/011602011100
Kloster Mariensee
Das Kloster Mariensee liegt zwischen dem Ort Mariensee und einem ausgedehnten Wald unweit des Leineufers. Es bildet mit seiner frühgotischen Backsteinkirche und dem mächtigen Geviert des Konventgebäudes einen reizvollen Anziehungspunkt für den Besucher des Neustädter Landes.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee
Das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster erlebte seine bedeutendsten Zeiten im Hochmittelalter und in der Zeit des welfischen Absolutismus, wovon Kirche und Konventgebäude heute noch Zeugnis geben.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee
Die Kirche ist das einzige Gebäude, das aus der Gründungszeit des Klosters erhalten geblieben ist.
Dass sie für Zisterziensernonnen gebaut wurde, ist trotz mannigfaltiger baulicher Eingriffe immer noch erkennbar.
Für Zisterzienserkirchen ist der Dachreiter als Glockenturm typisch.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee
In den Jahren 1867/68 wurde die Klosterkirche vollständig restauriert. Die derzeitige Innenausstattung wurde durch den Landbaumeister Steffen nach den Vorstellungen des Neugotikers C.W. Hase gestaltet. Die noch vorhandenen Stücke sakraler Kunst aus früheren Zeiten sind in die Neugestaltung harmonisch einbezogen worden.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee
Zwischen den Fenstern des Mitteljochs an der Nordwand hängt das älteste sakrale Kunstwerk der Klosterkirche, ein Korpus Christi aus der ersten Hälfte des 13.Jh. Man nimmt an, dass das hervorragende spätromanische niedersächsische Holzbildwerk ursprünglich im Angesicht der Nonnen vor dem Gewölbe der Apsis als Triumphkreuz hing.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee Die Umwandlungen, die die Zeit der Reformation (Mitte des 16.Jh.) mit sich brachte, sind in der Kirche an einem Taufstein sichtbar, der 1545 von einem lutherisch gewordenen Propst gestiftet wurde. Die Nonnenkirche war nun Gemeindekirche geworden. Der vor den Stufen des Altarraums aufgestellte Taufstein erhielt 1995 - anläßlich seines 450jährigen Bestehens - eine bronzene Abdeckung mit der Gestalt des Täufers Johannes.
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee In der 2.Hälfte des 20.Jh. wurde die Kirchenausstattung durch verschiedene Stickereien ergänzt, die in der Technik des Wienhäuser Kloster- oder Nonnenstichs ausgeführt sind.
An der Südwand unterhalb der Damenempore ist ein 1994/95 nach einem römischen Tafelbild des 11.Jh. gestickter Wandteppich mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts zu sehen. (Maße: Höhe 2,70 m, Breite 2,30 m)
Bildurheber: mit frdl. Genehmigung: Kloster Mariensee
Zwischen 1726 und 1729 wurde unter Einbeziehung der alten Klosterkirche das großzügige barocke Konventgebäude in Gestalt einer Vierflügelanlage errichtet. Es enthält u.a. die Wohnräume der Konventualinnen und der Äbtissin und einen saalartigen Raum für Konzerte, Vorträge und Empfänge.
Der Innenhof des Konventgebäudes wurde bis etwa 1840 nachweislich als Begräbnisplatz für die Konventualinnen genutzt. Die nördlich an die Kirche angrenzende Fläche war bis zum Jahr 1797 Gemeindefriedhof.
Mehr Infos: http://www.kloster-mariensee.de
Weitere Informationen
Quellenangabe:
Kevin Gailus
